hundesprache

die duzianer haben sich jetzt
auf eine gemeinsame hundesprache geeinigt.
das beschlussprotokoll liegt mir vor.

dabei geht es zunächst um den deutschsprachigen raum.
als zwischenlösung.
gearbeitet wird an einer internationalen hundesprache,
die in zukunft sicher stellen soll, dass jeder hund auf dieser erde
bestimmte grundbegriffe der kommunikation versteht.

es sei schwierig genug mit hunden zu kommunizieren,
sagen die duzianer,
da brauche es nicht auch noch verwirrung durch wörter,
die mit unterschiedlicher bedeutung von
den jeweiligen hundebesitzern benutzt werden.

als beispiel für doppeldeutigkeit wird insbesondere
auf den schlüsselbegriff “aus” hingewiesen.
“aus” wird von den hundebesitzern zum teil benutzt,
um dem tier zu sagen, es solle aufhören mit dem was es tut,
z.b. menschen anbellen,
oder es wird auch mit der bedeutung verwendet,
das tier soll hergeben, was es im maul hat.
andere sagen da “gib´s her!”
und “nein” sagen sie,
um ein unerwünschtes verhalten zu unterbrechen.
das papier bringt noch eine reihe weitere beispiele.

die duzianer haben nun, um ordnung zu schaffen,
alle verhaltensanweisungen für hunde
sprachlich und von der bedeutung her fixiert.

insbesondere dem hunde-laien sollen damit
für die zufällige begegnung mit dem hund
einige wenige grundbegriffe an die hand gegeben werden,
die jeder erzogene hund versteht.
hier nun einen auszug der vielleicht wichtigsten begriffe
aus der derzeit 154 wörter umfassenden liste.

der musterhund heißt charly

“nein!”
charly soll aufhören mit dem, was er gerade tut.
missbilligung des aktuellen verhaltens.
“weg da.”
der hund soll einem aus dem weg gehen.
“gut!”
belobigung
“guter charly!”
starke belobigung
oft von streicheln begleitet
wiederholt gesprochen,
“aus!”
charly soll das, was er im maul hält, hergeben,
die zähne auseinander nehmen.
“nase weg !”
charly soll seine nase nicht in dinge stecken,
die ihn nichts angehen.
“sitz!”
charly soll sich mit dem hinterteil auf den boden setzen.
“platz!”
charly soll sich auf den boden legen.
“und bleib!” (“platz und bleib.” “sitz und bleib.”)
charly soll an dem ort bleiben, an dem er gerade ist.
“jetzt”
löst den befehl “und bleib” auf
“steh!”
charly soll an dem ort stehen bleiben, wo er gerade steht.
“komm her!”
charly soll zu einem kommen
“bei fuß.”
charly soll im schritt mit einem übergehen,
ohne an der leine zu ziehen.
“bring mir den schuh, ball, ast … “
charly soll den genannten gegenstand zu einem bringen
“hopp”
auf die hinterbeine stellen.
“roll over.”
charly soll sich (nach dem kommando “platz”)
um sich selber drehen, eine rolle machen.
“raus! “
mit hand und zeigefinger die richtung weisend.
charly soll den raum verlassen
“vorsicht !”
warnung, wenn etwas gefährlich ist.

soweit der auszug aus der liste.
die duzianer empfehlen,
in einem freundlichen ton mit den hunden zu reden.

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