die dreiertürme der harmonie

ob am strand, bei einem waldspaziergang oder an einer baustelle:
duzianer haben schnell mal drei, vier steine in der hand,
die sie übereinander stapeln
- spielend.
sie beträten durch das übereinander schichten der steine
für eine kurze zeit einen sinn- und zweckfreien raum,
in dem ein kleines alltagskunstwerk entsteht.

zwei steine würden leicht mal zufällig übereinander liegen
aber drei eigentlich nie. wo drei steine frei übereinander liegen,
da hätte ein mensch seine hand im spiel.

die anmut, die diesen kleinen skulpturen eigen ist,
so sagen die duzianer, diese anmut,
bezögen sie aus der harmonie des gleichgewichts,
das notwendig sei, damit die steine nicht umfallen.

und so legen sie jeden tag neu ihre sehr vergänglichen spuren
als symbol für harmonie, die von menschen geschaffen werden kann.
wegen der verletzlichkeit sind dieser kleinen gebilde ihnen aber auch
zugleich symbol der fragilität allen menschlichen tuns.

duzonen-soziologen weisen darauf hin,
dass die dreiertürme immer auch ein künstlerischer ausdruck seien.
somit würde damit das künstlerische allgemein angeregt.
auf einfachstem niveau sozusagen.

Einen Kommentar schreiben