wie die duzianer einschlafen

wie ich jetzt hörte, haben die duzianer eine vorliebe entwickelt.
um den übergang zum schlaf angenehm zu gestallten,
sie liegen im bett und betrachten das schwarze vor den augen.
sie sehen sich an, was man sieht, wenn man “nichts” mehr sieht;
wenn also die augen geschlossen sind.
sie schauen sich das schwarze an, so wie es sich
mit seinen verschiedenen schattierungen
und kleinen lichtsensationen jeweils darstellt.

“du schließt die augen und du nimmst dir vor,
nichts anderes wahrzunehmen als das schwarze”
erklärt ein duzianer,
“du nimmst dir vor, keine gedanken, keine bilder zuzulassen.
so weit zum vorsatz.
wenn du das dann versuchst, wirst du feststellen,
dass du das nur relativ kurze zeit durchhältst.
und dann sind sie da, die unerwarteten bilder.”

“wenn wir wahrnehmen,
dass die aufmerksamkeit abgeschweift ist
und sich ein bild in unser bewusstsein geschoben hat,
dann schauen wir uns das bild kurz bewusst an,
um dann zum schwarzen vor den augen zurück zu kehren.
das ganze braucht ein wenig übung,
aber dann ist es sehr schön zum einschlafen,
wenn da so ein bild nach dem anderen hochplöppt.”

diese mentale übung wirke bei vielen beruhigend und entspannend
und das wundern über die bilder,
die oft nie gesehenes zeigen,
ließen die duzianer staunen.
und staunend, was da so alles in ihnen steckt,
würden sie, mit einem lächeln auf den lippen,
in das reich der träume wechseln.

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