durch grüßen im vorbeigehen die kriminalstatistik beeinflussen

in ihrem wohngebiet grüßen die duzianer grundsätzlich jeden,
den sie auf der strasse treffen.
wohnen sie in einem hochhaus begrüßen sie zumindest alle,
denen sie im haus begegnen oder die sich am haus aufhalten.
Sie versuchen kurzen blickkontakt aufzunehmen
aber selbst wenn das nicht gelingt,
sagen sie im vorübergehen zumindest
ein ruhiges, klares, freundliches “guten tag.”
sie begrüßen alle: jüngere, ältere und auch fremde.
auch die, mir denen sie streit haben,
auch die, die nicht zurückgrüßen.
“manchmal dauert es mehrere jahre, bevor man zurück gegrüßt wird.
man muss da erwartungslos dran gehen.” sagte mir eine duzianerin.

als ich sie befragte, warum die duzianer das machen
antwortet sie: “das hat viele gründe.”
es fördere die innere souveränität und
es gebe ihnen das gute gefühl, hier bin ich zu hause.
hier gehöre ich hin und da grüße ich natürlich alle menschen
wenn ich sie am jeweiligen tag zum ersten mal sehe.
es trüge zu ihrem wohlbefinden bei.

die begrüßung als kurzes zeichen
der anerkennung, achtung und wahrnehmung des anderen,
verbessere das soziale klima.
und nebenbei: da jeder wisse, dass er wahrgenommen wird,
wirke sich das auch positiv auf die kriminalstatistik aus,
sagen die duzianer.

Einen Kommentar schreiben